Born too late - Hardrock der superklassischen Sorte, der geistig die Siebziger niemals verläßt, zelebriert dieser britische Vierer auf seinem zweiten Album. Der Schriftzug der Truppe ist 1:1 von den Scorpions geklaut, (nicht nur) die Selbstdarstellung im Booklet erinnert etwas an alte Kiss-Tage und die Twin-Gitarren johlen mit 'ner unverkennbaren Thin Lizzy-Schlagseite durch die Botanik. It's Rock'n'Roll-time!
Soweit, so gut. Leider aber fehlt es den britischen Tokio-Drachen doch noch etwas an der ganz großen Songwriting-Klasse, um zu ihren Helden aufschließen zu können. Denn auch wenn sich z.B. mit dem Motörhead-ähnlichen "On Fuel" oder dem kraftvollen "Keeping The Wolf From The Door" schon erste Ansätze auf größere Taten ausmachen lassen, verbleiben doch letztendlich, nachdem das letzte Riff verklungen ist, viel zu wenig hitverdächtige Chorusse für eine Scheibe dieser Art im Ohr. Das Handwerk ist tiptop vorhanden, nur an der praktischen Umsetzung hapert es hie und da halt noch...
(c)2007, Ernst Zeisberger