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Veni Domine: IIII - The Album of Labour
Mensch, mit denen habe ich ja gar nicht mehr gerechnet! Nachdem Veni Domine
drei ziemlich hochklassige, wenngleich auch nicht für jedermann verdauliche
Doom-Alben veröffentlich haben, verschwand man vor mehr als sieben Jahren in der
Versenkung - um nun jedoch wie Phoenix aus der Asche wieder empor zu steigen! "IIII
- The Album of Labour" zeigt die Band ein wenig gewandelt - man setzt verstärkt
auf kürzere, kompaktere Songs und hat auch den Härtegrad ein wenig angezogen.
Das Markenzeichen der White Metaller, der wirklich sensationelle Gesang von
Fredrik Ohlsson, erinnert zwar mehr als einmal an Geoff Tate, besagter Ohlsson
steckt den QR-Fronter aber inzwischen (Blasphemie!) LOCKER in die Tasche ! Ihr
glaubt mir nicht? Dann hört euch mal den Beginn von "The Doom of Man" oder
"River of Life II" an und ihr werdet mir zustimmen. Auch in den höchsten Höhen
agiert Herr Ohlsson erschreckend sicher und trifft jeden Ton. Natürlich wird die
Geschmackspolizei wieder motzen und "Langeweilig!" und "Was für ein Schreihals!"
brüllen - aber das war zu Zeiten des Debüts "Fall Babylon Fall" (mittlerweile
ein Klassiker für mich...) schon so.
Was bleibt also zu sagen? Der mit einem modernen Gitarrensolo ausgestattete
Groover "Inner Circle", das famose Eröffnungsdoppel "Waiting for the Bloodred
Sky" / "Eli Lema Sabachtani", das atmosphärische, im Mittelteil tatsächlich mal
kurz schnell werdende (!!) "Deep Down Under", das packende "The Healing The
Mystery", mein bisheriger Favorit, das verschachtelte "Voice of Creation" oder das abschließende "River of Life I" sind wirklich tolle Songs für
eine kleine, aber feine Fanschar, von der zu hoffen ist, dass sie immer noch
irgendwo auf neue Taten des Vierers gewartet hat. Enntäuschte Queensryche-Fans,
die die ein oder andere (Melodic)Doom-Scheibe im Schrank stehen haben und die
Veni Domine bisher noch nicht kennen, sollten dies mit "IIII" unbedingt
nachholen!
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