Die überzeugten Konrad Adenauer-Jünger ("Keine Experimente!") aus Hamburg sind zurück! Und selbstverfreilich weicht auch Album Nr. 5, "Battering Ram", keinen Deut von der eingeschlagenen Linie ab! Piets Purschen powern auch diesmal wieder im besten Judas Priest-Stile durch die Prärie, wobei sich der Trend des letzten Langeisens "Condition Red" klar fortsetzt: Ohne ex-Leadgitarrist Kai Hansen sind die Helloween-Anklänge mittlerweile nahezu komplett aus dem Sound der "eisernen Erlöser" verschwunden (lediglich der schnelle Brecher "Riding Free" verfügt noch über 'ne leichte Kürbis-Schlagseite). Die Priester dagegen werden zwar ausnahmsweise mal - Überraschung! - nicht gecovert, dafür ist der Einfluß der Briten in Eigenkompositionen wie dem arg-"Solar Plains"-mäßigen "Wings Of Deliverance" wieder mal unüberhörbar. Der hitverdächtige Riffer "Break The Curse" hat hingegen eher was von Teutonen-Metal der Marke Accept.
Und zwischen diesen beiden Polen ist denn auch das restliche Material des sehr soliden, aber nicht überragenden Scheibchens angesiedelt, das mit dem erstklassigen "HM Powered Man" (hell yeah!) auch noch eine absolute Killerhymne auffahren kann, aber gegenüber dem direkten Vorgänger oder dem famosen Debüt doch ein bißchen abfällt ("Machine World" z.B. ist ein ziemlicher Langweiler). Trotzdem noch ein feines Stück Metal, das zwar keinen bisher Ungläubigen bekehren wird - aber die bereits überzeugte Gefolgschaft weiß ja, was zu tun ist, gelle?
(c)2004, Ernst Zeisberger