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Manifest: Find A New Place

Bei der unüberschaubaren Masse an Klein- und Kleinstlabels ist es kein Wunder, dass seit einiger Zeit kaum ein Spät-80er- oder Früh-90er-Demo vor einer Veröffentlichung sicher ist. So nahmen sich die Griechen von Arkeyn Steel Records, das rührige griechische Label, das 1995 in die Szene eingedrungene „Yes Or No“-Tape der US-Metaller von Manifest an und pressten es (wie immer handnummeriert und auf 1000 Exemplare limitiert) auf einen Silberling. Zwar ist das bootlegwürdige Artwork eine ziemliche  Katastrophe (ich wäre übrigens der einzige, dem das nicht gefalle, schrieb man mir mal zurück...), aber immerhin lässt die Musik aufhorchen. Grob tendiert die Combo besonders natürlich dank des ehemaligen Mystic Force-Sangesbarden Bobby Hicks in die frühe Queensryche-Richtung und liegt damit auf einer Wellenlänge mit Bands wie Zion’s Abyss, Hittman, Screamer, Etheria oder Lethal, ohne unbedingt deren Klasse zu erreichen. Bei aller sangestechnischen Klasse von Hicks sollte man dieses Album deshalb nicht völlig verblendet und kritiklos abfeiern, denn musikalisch überragend wie der Titeltrack „Find A New Place“ oder das wirklich so betitelte „Rhelms Of Forgotten Love“ sind längst nicht alle der acht Tracks (so nerven die Refrains von „Yes Or No“ und „Concrete City“ schon ziemlich). Anhänger des erwähnten Sounds dürfen und sollten aber natürlich trotzdem zuschlagen, so lange es noch geht.

Freut euch auf jeden Fall auf den nächsten Release von Arkeyn-Records, denn Dead Calms "No Way Out" ist noch nen Tacken besser als Manifest.

Kontakt: www.arkeynsteel.com, info@arkeynsteel.com, c/o Kostas Athanasoglou

(c)2008, Michael Kohsiek