Das nach BattleRoar zweitbeste Griechenalbum des Jahres
stammt von den Newcomern Heathendom, die musikalisch Fans der Schnittmenge aus
Solitude Aeturnus und Sanctuary befriedigen. Heißt also: Gemäßigter Power Metal
mit halbhohen Vocals (Dane- oder Lowe-Höhen (hihi) werden nur selten erreicht)
mit ner Menge cooler Ideen. Das verschacheltete "The Doll House" zum Beispiel
atmet atmosphärisch ein paar dezente King Diamond-Atemzüge und die beiden
Gitarristen zeigen hier, dass sie rifftechnisch durchaus auch in einer
Sanctuary-Coverband gut aufgehoben wären. Die beiden Herrschaften können
auch ganz schön schwer daherriffen, so dass auch Candlemass-Fans mit "Nescience"
(zu dt. etwa "Nichtwissen, Unwissenheit") glücklich werden könnten. Sehr schön
beispielsweise auch das Akustikbreak in "Mirror Of Memories". "Scenes Of Old"
ist dann wieder schön schleppender Metal, bevor der Brecher "I Bleed" wieder mit
der Atmo-Keule daherkommt und dezent eingesetzte Orgelklänge für das gewisse
Etwas sorgen. Fazit: Auch Heathendom sind ein vielversprechender Newcomer, bei
dem zu hoffen ist, dass sie nicht in der Flut der Neuerscheinungen untergehen.
(c)2008, Michael Kohsiek