Solitude Aeturnus: Adagio
"Adagio" heisst in der Musikwelt "langsam, getragen". Doom-Metal IST langsam und getragen. Solitude Aeturnus SIND der Doom-Metal. Also sind sie... - ach, lassen wir das. Seit ihrem geilen Debüt "Into The Depths Of Sorrow" und dem noch besseren Zweitwerk "Beyond The Crimson Horizon" sind die fünf Doomer um Sensationssänger Robert Lowe für mich der Inbegriff des Dooms. Die meisten Bands dieses Genres sind mir schlicht und ergreifend zu eintönig und deshalb zu langweilig, weshalb ich sie mir auch seltenst antue. Nicht so Solitude Aeturnus, die in ihre erdrückend harten und intensiven Songs auch den ein oder anderen Double-Bass-Part einbauen und so die Songs so abwechslungsreich wie in diesem Genre nur möglich gestalten. Nach den eher etwas schwächeren Alben Numero drei und vier starten die Götter nun wieder richtig durch und legen mit "Adagio" ein Album vor, dass ich in dieser Form von ihnen nicht mehr erwartet hätte: hart, verdamt hart sind 'se wieder, der Gesang von Lowe schwebt erneut über allem, die Riffs knallen ohne Ende und mit "Days Of Prayer", dem Megasong "Believe" und "The Fall" hat man drei Granaten am Start, die die besten Doom-Songs sind, die ich jemals hörte. Aber auch der Rest weiss restlos zu überzeugen und rundet ein Album ab, das mit Sicherheit zu den zehn besten des Jahres gehört. Zum Abschluß gibt's eine gigantische Hammerversion vom Black Sabbath-Klassiker "Heaven And Hell" (wer bitte sollte diesen Song NOCH besser interpretieren als Solitude Aeturnus ?), die mich nun endgültig in den Himmel (oder in die Hölle) katapultiert.It's Time For Doom Now!!!
(c) 1998, Michael Kohsiek