Rage : Soundchaser
Nicht viel
Neues von Peavy&Co – aber dafür bewährte Klasse! Das Trio zockt sich anno
2003 durch 11 neue, durchgehend hochklassige Power Metal-Böller, die den
überflüssigen Orchester-Bombast mittlerweile komplett abgeschüttelt haben und
stattdessen einfach straight abrocken. Gut so!
Mit den
enorm ohrwurmigen “War Of The Worlds”, “Great Old Ones” oder vor allem dem
zweiteiligen “Falling From Grace”-Rausschmeißer (enorm klasse!) befinden sich denn sicher auch wieder einige
zukünftige Live-Klassiker im Programm, mit dem als Titeltrack doch arg
verspäteten “Secrets In A Weird World” (!) wird’s auch mal etwas
experimenteller – lediglich ein alles wegblasender Speed-Knaller der “Sent By
The Devil”-Liga fehlt mir dann doch stark, wie die Band überhaupt etwas mehr
aus sich herausgehen könnte. Liegt wohl vor allem an der doch etwas zahmen, zu
perfekten Produktion wie auch am recht technisch veranlagten Gitarrenspiel des
Viktor Smolski – ein Manni Schmidt hätte da wohl seine Axt doch noch ‘ne ganze
Ecke heftiger geschwungen, was er ja bei Grave Digger seit einiger Zeit
wieder höchst eindrucksvoll beweist. An Highlights des “alten” Trio-Line-Ups
wie “Trapped!”, “Missing Link” oder eben “Secrets…” reicht “Soundchaser”
(übrigens der Name des “Rage-Viechs”, das schon u.a. auf dem “Perfect Man”-Cover
zu finden war) eben deswegen nicht ganz heran. Was aber keine Schande ist,
zählen diese Werke doch zum Stärksten, was der deutsche Metal zu bieten hat.
Sehr gut ist Rages Neueste ja allemal…
(c)2003, Ernst Zeisberger