Mercyful Fate: Dead Again

Nachdem der King mit "Voodoo" ein solides Album veröffentlichte, was selbstverständlich nicht an die unsterblichen Highlights "Them" oder gar "Conspiracy" heranreichte, versucht das gleiche nun die Legende Mercyful Fate mit "Dead Again". Und ich muß feststellen, daß auch sie es nicht vermögen, "Melissa" oder "Don't Break The Oath" zu toppen, wenngleich sie knapper dran sind als Mr. Diamond. Wer nun meine Schwafeleien bis hierhin nicht verstanden hat: "Dead Again" killt! Alles klar? Der Opener "Torture (1629)" (genau so muss ein MF-Song heißen!) ist ein Knaller mit ungewöhnlicher, kranker Melodieführung und phänomenaler Gitarrenarbeit. Wie auch "The Night" oder das packende, extrem athmosphärische "Since Forever". Überhaupt fällt auf, daß die Kompositionen sperriger und progressiver geworden sind - ob's am Einstieg vom Gitarrenmeister Wead (Hexenhaus) liegt? Höhepunkt eines guten Albums ist das 15minütige Epos "Dead Again", das getrost zu den besten MF-Songs zu zählen ist, die sie bisher aufgenommen haben. Von "tot" kann im Falle Mercyful Fate's also zur Zeit keinesfalls die Rede sein!

 

(c) 1998, Michael Kohsiek

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