Yngwie Malmsteen's Rising Force: Alchemy
Der Wahnsinnige ist zurück! Nach dem gelungenen Ausflug in die Klassik kehrt der verrückte Schwede, der seiner wiedermal neu zusammengewürfelten Belgeitband endlich wieder den Namen "Rising Force" verpasst hat, mit einem lupenreinen Metalhammer in die Szene zurück! Und Mark Boals, der Ex-Ted Nugent-Fronter und Sänger des göttlichen "Trilogy"-Album ist auch wieder da! Dieser Boals ist es auch, der den keinesfalls mit überraschenden Neuerungen aufweisenden Tracks seinen besonderen Stempel aufdrückt. Mit seine sehr hohen, aber niemals ins Kreichige abdriftenden Stimme ist er meiner Meinung nach die Idealbesetzung für Malmsteen. Dies zeigt er gleich eindrucksvoll nach dem Fidelintro "Blitzkrieg": "Leonardo" ist schlicht göttlich! Die beiden nachfolgenden "Playing With Fire" und "The Stand" (nach dem Stephen King-Roman) sind dann typische Yngwie-Songs, mit krachenden Riffs und Hochgeschwindigkeitssoli. Nichts besonderes, aber sehr gut! Der Wahnwitz bricht dann wieder mit der Up-Tempo-Hymne "Wield My Sword" heraus, die mit Killermelodien en masse un einem ebensolchen erhabenen Refrain aufwarten kann. Dieser Track kann getrost zu den Höhepunkten des Album gezählt werden! Ebenfalls sehr gut ist "Deamon Dance" sowie das schnelle "Hangar 18, Area 51", welches textlich wohl der Akte-X - Gemeinde huldigt. Das abschliessende, dreigeteilte Instrumental "Asylum" lässt dann wohl 99,9 % aller Gitarristen der Erde mit offenen Mündern stehen. Aber auch für "Otto-Normal-Metaller" finden sich auf "Alchemy" genügend tolle Songs, die einen Hörgenuss nicht unbedingt zu einem Martyrium machen. Muss man eigentlich mal wieder gehört haben! WIELD MY SWORD!!
(c) 1999, Michael Kohsiek