DGM: Hidden Place

DGM sind Italiener, eine tolle Erkenntnis, echt, bin auch ganz stolz auf mich. Nun, das wäre ja noch nicht weiter erwähnenswert, wenn sie nicht auch noch musizieren würden. Klar, von dieser Spezies gibt es auch genügend in Italien. Und so wirklich stechen sie aus der Masse nicht heraus, wenngleich sie sich angenehm von dem tuntigen Keyboardspeedmetal entfernen. Geboten wird 80er Melodichardrock in Verbund mit leicht frickeligem Heavymetal, versehen mit einem guten Sänger, der es in den Höhenlagen nicht übertreibt. Für Abwechslung ist sicherlich gesorgt hier, die Melodien sind eingängig, obschon der instrumentale Hintergrund oft recht vertrackt wirkt. Der Gesang ist cool, keine Spur von einem Akzent zu vernehmen, hat was von skandinavischen Hardrocksängern. Tja, AOR Fans mit Hang zu etwas verspielteren Weisen können hier nichts falsch machen, ich finde die Scheibe fast schon zu mainstreamig, aber doch noch gut, da sie sich nicht den heute so angesagten Strömungen anpasst, sondern ihren eigenen Weg geht. Das ist zwar alles schon dagewesen, aber es käme auch keiner auf die Idee Bands wie Guild of Ages zu kritisieren, sofern er denn Melodichardrockfan ist. Ich kann ganz gut mit dem Stück hier um, da einfach die AOR - typische Leichtfüßigkeit mit spielerischen Kabinettstückchen vereint wird. Die Songs bleiben letzten Endes nicht wirklich hängen, das ist das einzige Manko dieser an sich schönen CD. Wenn man davon absieht, kann man sich DGM ruhig zulegen. Nett...

c)2003, Sascha Maurer

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